• Martin Bischoff

Tam Bun, oder der Weg gutes zu tun - Aus dem Leben des Expat

Aktualisiert: Nov 10

ปล่อยปลา, ปล่อยเต่า

Sitze ich am Strand so beobachte ich immer wieder das Mädchen mit den kleinen Vogelkäfigen, darin eingesperrt sitzen kleine Vögel die lediglich dazu gefangen wurden, wieder freigelassen zu werden.

Bei einer Konferenz über das Wohlergehen der Tiere in der Modernen Zeit, kam auch die Sprache auf die Vögel, die nach thailändischer Angewohnheit gefangen werden, um sie dann später zur Steigerung des eigenen Karmas wieder frei zu lassen. Viele behaupten es wäre Tam Bun, aber wenn man Vögel befreit die aus diesem einen Grund gefangen werden, da bekommt man kein Bun zurück, erklären mir meine thailändischen Freunde. Man bediene nur den Kreislauf, dass nach dem Freilassen, diese Vögel wieder gefangen werden.



Meine Bekannte fragte mich vor ein paar Tagen welchen See ich ihr vorschlagen würde, wo sie Fische freilassen könnte, Tam Bun mit Fischen. Ich sagte ihr, dass ich einen wüsste, mit Verkaufsständen wo man Fische auch kaufen könnte, aber mir dieses Business nicht so zusagen würde. Der Grund für ihr Verlangen nach Tam Bun kommt aus der Trennung von ihrem Freund und dem miserablem Umsatz den sie zur Zeit mit ihrem Business erwirtschaftet. Tam Bun mit Fischen ist somit die Lösung auf Glück und bessere Geschäfte. Mir widerstrebt aber dieser Kreislauf von gefangen-, um wieder freigelassen zu werden und schlage vor, die beiden Schildkröten zu kaufen, die ich auf einem Markt bei Sattahip gesehen habe. Sie davor zu retten nicht in der Suppe zu landen, ist für mich eher ein Tam Bun bei dem Bun zurück fließt. !


So wurde es dann auch umgesetzt. Lebende Tiere gekauft um diese vor dem Tod zu retten, da sie in der Ernährungskette einen ungünstigen Platz eingenommen haben. Ob die beiden Schildkröten zum Verzehr verkauft wurden schließe ich mal aus. Ich weiß es aber nicht. Heute leben sie jedenfalls wieder in einem tollem See und ich hoffe keiner fängt sie erneute ein.








Erklärung Tam Bun


Der Begriff bun บุญ, im englischen Sprachgebrauch meist als “merit” übersetzt ist die thailändische Übersetzung von puñña, einem Begriff aus der Pali-Sprache entsprechend Sanskrit punya.


Im Buddhistischen Wörter-buch des deutschen Mönchs Nyanatiloka steht puñña für "verdienstvoll".


Das thailändische Wort tham ทำ bedeutet „tun“ oder „machen“, bun ist die thailändisierte Aussprache von puñña. Tham bun bedeutet, "Verdienste tun" entsprechend Pali puñña-kiriya-vatthu






Autor: Martin Bischoff

Bilder: Martin Bischoff





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