Nuea Tun

Bei Nuea Tun handelt es sich um ein Schmorgericht, was in Thailand gerne zusammen mit Reisnudeln gegessen wird. Das Gericht ist tatsächlich ziemlich gut mit einem "unserer" in Deutschland bekannten Schmorgerichte wie z.B. Gulasch oder auch einem Rinderbraten vergleichbar. Nuea Tun schmeckt jedoch durch die typisch thailändischen Gewürze deutlich anders. Die Sauce wird auch nicht, wie bei uns, abgebunden sondern bleibt relativ flüssig. Somit kann man sie auch sehr gut als Grundlage einer Nudelsuppe verwenden. Dann wird sie, ähnlich wie eine Guai Tiau, in einer Schale zusammen mit Nudeln, Gemüse und etwas von dem kleingeschnittenen Rindfleisch als Suppe serviert.


Als Grundlage diente mir einmal mehr ein Rezept von Pailin´s Hot Thai Kitchen.


Ich habe für das Gericht Ochsenbäckchen verwendet und das kann ich jedem von euch nur wärmstens empfehlen. Das Fleisch war mega zart und ließ sich problemlos mit dem Löffel zerteilen. Unglaublich das Gefühl, wenn das Fleisch einem regelrecht am Gaumen schmilzt!


#Fleisch

Nuea Tun - Geschmortes Rindfleisch Thai Style


Autor: Lung Priau, Rezept Hot Thai Kitchen Menge: für 2-3 Personen

Vorbereitungszeit: 15 Minuten Kochzeit: 4 Stunden



Nuea Tun
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Zutaten:


Gewürze:

  • 1 Teelöffel Salz

  • 800 ml Rinderfond

  • 2 Esslöffel Mushroom Soy Sauce

  • 2 Esslöffel Golden Mountain Sauce

  • 2 Esslöffel Austernsauce

  • 1 Esslöffel Black Soy Sauce

  • 1 Esslöffel Gojibeeren

  • jeweils 1 Teelöffel weißen, schwarzen und Szechuanpfeffer

  • 1 Sternanis

  • 2 Zimtstangen

  • 2 Teelöffel Koriandersamen

  • 4 Lorbeerblätter

  • 2 Esslöffel Palmzucker

  • 10 Scheiben Ingwer

  • 10 Scheiben Galanga

  • 8 Shiitake Pilze

  • 3 mittelgroße Zwiebeln

  • 8 Knoblauchzehen

Fleisch

  • 400g Ochsenbäckchen (oder ein anderes Schmorstück vom Rind)

Außerdem

  • großer Topf

  • Schneidebrett

  • Messer



Das Fleisch gegen die Faser in ca. 2-3 cm dicke Scheiben schneiden. Danach salzen und in einem ausreichend großen Topf (es kommen noch fast 1,5 Liter Flüssigkeit dazu) in heißem Öl anbraten. Das Fleisch wird erst einmal am Topfboden anhängen. Das ist kein Problem, nach einiger Zeit wird es sich ohne Probleme lösen lassen. So lange könnt ihr es ruhig anbraten (ca. 2-3 Minuten). Sobald es sich lösen lässt auch von der anderen Seite anbraten.


Nach dem Anbraten gibt man den Rinderfond hinzu. Hier bitte ein wenig aufpassen, dass der Fond nicht schon zu sehr gesalzen ist - evtl. dann weniger Sojasauce zugeben oder das Fleisch nicht zu sehr salzen.


Nun nacheinander die Würzsaucen zugeben. Die trockenen Gewürze zusammen mit den Gojibeeren am besten in ein Spicebag geben, dann kann man sie vor dem Servieren einfach wieder aus der Soße entfernen. Ein entsprechend großes Tee-Ei geht auch. Das Spicebag dann ebenfalls in die Sauce legen Zimtstangen und Zucker in den Topf geben. Die grob gewürfelten Zwiebeln zusammen mit den Knoblauchzehen und den Shiitake Pilzen dazu geben. Den Ingwer und den Galanga in Scheiben schneiden und auf einen Schaschlikspieß stecken (so kann man ihn nach dem Kochen leicht wieder aus dem Topf entfernen.) und mit hineingeben. Alles umrühren. Die Brühe sollte alles gut bedecken. Habt ihr zu wenig Flüssigkeit, dann einfach mit etwas Wasser aufgießen bis alles gut bedeckt ist (max. 400 ml). Alles aufkochen lassen, danach die Hitze auf kleine Flamme reduzieren, Deckel auf den Topf geben und mindestens 3 Stunden simmern lassen. Je länger ihr das Nuea Tun köcheln lasst je besser wird es schmecken und je weicher wird das Fleisch - ich hatte meinen Topf 5 Stunden auf dem Herd.


In der Zwischenzeit kümmern wir uns um die Beilage. Am besten passen breite Reisnudeln oder Rollnudeln (diese kleinen quadratischen Reisnudelplatten aus dem Asiashop). Die Nudeln nach Anleitung zubereiten. Als Garnitur etwas Frühlingszwiebeln, Karotten- und Gurkenscheiben zurecht machen.


Nach dem Ende der Garzeit den Ingwer/Galanga-Spieß und die Zimtstangen sowie das Spicebag aus der Soße entfernen.


Die Brühe sollte nun kräftig schmecken ruhig etwas in die salzige Richtung mit süßer Grundnote. Schärfe kommt lediglich durch den Pfeffer Mix.


Die Reisnudeln zusammen mit dem Nuea Tun anrichten und garnieren. Dazu passt perfekt etwas Chili-Essig "Nam Som Prik Dong" - die Säure schmeckt wunderbar in dem Gericht und rundet den süßen Geschmack etwas ab.




Das SpiceLight:


Das Gericht schmeckt kräftig salzig, die Süße der Zwiebeln sowie der schwarzen Sojasauce und des Zuckers ist aber deutlich zu schmecken. Die Schärfe des Pfeffer-Mix ist subtil zu spüren. Säure befindet sich keine in dem Schmorgericht - man gibt jedoch am Tisch gerne Chili-Essig darüber um die Süße im Gericht etwas auszugleichen.


Hast du das Gericht nachgekocht? Dann würde es mich sehr freuen wenn du ein Bild davon mit dem Hashtag #lungpriau und dem Tag @lungpriau auf Instagram posten würdest. Danke und guten Appetit!

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